Political Leadership

Sprecherin der Sektion

Bettina Pepek
pepek(at)pepek.at | www.political-leadership.co.at

Aktuelle Veranstaltungen der Sektion:

Einladung zum Kamingespräch der ÖGPW Sektion Political Leadership am 19. September 2016, 18 Uhr:

Political Leadership und Veränderung. Der (R)Evolutionsprozess der (Wiener) ÖVP 


 
Vor knapp einem Jahr verzeichnet die ÖVP Wien bei den Landtagswahlen ihr historisch schlechtestes Ergebnis.

Die Folgen waren auch eine Neubesetzung der Führungspositionen der Landespartei und ein damit verbundener Generationenwechsel. Bereits davor, 2014, gestalteten Dietmar Halper, Politische Akademie ÖVP, auf Initiative vom heutigen Wiener Landesobmann Gernot Blümel und Harald Mahrer (zu diesem Zeitpunkt Präsident der Julius Raab Stiftung) ihr ambitioniertes (R)Evolutionsprogramm.

Das Kamingespräch widmet sich einer aktuellen Bestandsaufnahme und der Frage wieviel (politische) Führung braucht Veränderung und wie sehr verändern sich gleichzeitig Anforderungen an die politische Führung angesichts der stattfindenden gesellschaftlichen Transformation.

 
Unsere Gesprächspartner:

Dr. Dietmar Halper, Leiter Politische Akademie 

Dr. Markus Wölbitsch , Landesgeschäftsführer ÖVP Wien



Moderation: Bettina Pepek

 

Ort:        kommunikationsraum, Türkenstraße 15/2, 1090 Wien

Zeit:       ab 18 Uhr

 

Anmeldungen bitte an pepek(at)kommunikationsraum.at !


Organisation: Bettina Pepek | www.political-leadership.co.at

Presseaussendung der Sektion Political Leadership zum Kamingespräch mit Rechnungshof-Präsident Dr. Josef Moser


„Zivilcourage kann sehr viel bewirken!“

Rechnungshofpräsident Dr. Josef Moser über Nachhaltigkeit in der (politischen) Führung, die Stimmung im Land, eigene Handlungsspielräume und mit einem Plädoyer für mehr Selbstverantwortung der Bürgerinnen und Bürger.

 
Wien, 28. Jänner 2016

Nein, frustriert sei er nicht. Josef Moser ist trotz Reformstau optimistisch.

„Führen durch Wissen und Überzeugung, dabei Handlungsspielräume schaffen und für das Gegenüber berechenbar bleiben“, bringt Josef Moser sein Leadership-Verständnis auf den Punkt.

„Ohne zu führen geht es nicht. Es geht darum, eine Richtung vorzugeben, gleichzeitig aber das initiative Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu fördern, sodass im Dialog ein gemeinsames Bild entstehen kann.

Auf diese Weise ist es dem Rechnungshof gelungen, die Finanzkontrolle weiterzuentwickeln, mehr Transparenz zu schaffen und durch eine Reihe von Maßnahmen, wie etwa die Einführung eines speziellen Controlling-Systems zur zeitnahen Veröffentlichung der Berichte, wirkungsvoller zu werden“, so Moser anlässlich eines Kamingesprächs der Sektion Political Leadership in Wien.


Begrenzte Amtsperiode gut für Transparenz und Unabhängigkeit

Das Ende der eigenen Amtszeit sieht Josef Moser nach zwölf Jahren realistisch: „Meine Zielrichtung war stets die Unabhängigkeit.

Die Amtsperiode für den Rechnungshofpräsidenten in Österreich von zwölf Jahren ohne Wiederwahlmöglichkeit ist im Sinne der Unabhängigkeit ein angemessener Zeitraum um die Aufgabe effizient wahrnehmen zu können.

Veränderung ist notwendig, sonst herrscht Stagnation“, so Moser, dessen Amtsperiode heuer auslaufen wird, auf die Frage, ob er seinen Abgang bedauert.


Österreich knabbert an seinen Ressourcen, braucht Reformen


Angesprochen auf den Reformstau in Österreich, betont der Rechnungshofpräsident, dass nicht alleine der Föderalismus daran schuld sei, Doppelgleisigkeiten und Ineffizienzen gebe es auch innerhalb der einzelnen Gebietskörperschaftsebenen. Österreich sei ein föderalistisches Land, so Moser, allerdings ist es wichtig, Föderalismus als Prinzip der Subsidiarität zu verstehen, sodass Lösungen optimal beim Bürger ankommen.

„Ja, wir brauchen Reformen! Das Bekenntnis dazu gebe es, die Notwendigkeit von Reformen sei allgemein unumstritten, was fehle, seien nun konkrete Schritte zur Umsetzung. „Dafür braucht es wahnsinnig viel Energie“, räumt Moser ein und ergänzt: „Die Grundstimmung im Land ist schlecht, es gelte daher, umzudenken und, anstatt in Strukturen zu investieren und an unseren Ressourcen zu knabbern, zu gewährleisten, dass das Geld bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt, sodass eine nachhaltige Zukunft möglich ist.“


Neuer Politikertypus gefordert


Moser bejaht in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit eines Politikertypus mit Mut zu Visionen und Vertrauen in die Menschen: „Wenn ich weiß wohin ich will, kann ich Österreich mitnehmen!

Wir sind ein Staat, wohin wollen wir gehen? Auch das ist für mich politisches Leadership!“

Der gebürtige Kärntner, der seine politische Karriere ursprünglich mit einer regionalen Bürgerinitiative startete, plädiert in diesem Zusammenhang auch für mehr Mut zu Eigeninitiative und Selbstverantwortung:

„Wir haben das Bett gemacht indem wir liegen! Wir geben uns zu leicht zufrieden und schauen viel zu wenig, was hinter vielen Ankündigungen steckt. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, das Zivilcourage sehr viel bewirken kann!“

Zur Umsetzung von Reformen müssten alle an einem Strang ziehen – Politik, Medien, Bürgerinnen und Bürger.

Das Kamingespräch fand am 25. Jänner auf Einladung der Sektion Political Leadership in Wien statt und wurde von Dr. Iris Ullmann, Politologin und Autorin, moderiert.

 

Rückfragen:Bettina Pepek, SprecherinT: 0664 510 86 78www.political-leadership.co.at

Frühere Veranstaltungen der Sektion: 

Die ÖGPW Sektion "Political Leadership" lädt zum Kamingespräch ein:

Reformstau in Österreich – Gründe und Lösungsansätze im Zusammenhang mit Political Leadership
Gast: Dr. Josef Moser, Präsident Österreichischer Rechnungshof
Moderation: Dr. Iris Ullmann
Am: 25. Jänner 2016, 18 Uhr
Edelweiß Consulting GmbH, Kärntnerstraße 51/Stiege 1/Tür 21

Um Anmeldung wird gebeten: pepek(at)kommunikationsraum.at

 

EINE ÜBERSICHT ÜBER SÄMTLICHE VERANSTALTUNGEN DER SEKTION FINDEN SIE HIER.

Nächste Termine

 

19. September 2016

Kamingespräch: Political Leadership und Veränderung. Der (R)Evolutionsprozess der (Wiener) ÖVP 

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