Vergangenheitspolitik

Über die Sektion

Vergangenheitspolitik soll hier - mit Walter Manoschek und Thomas Geldmacher - als ein Sammelbegriff für jene Aktivitäten, mit denen sich demokratische politische Systeme und Gesellschaften mit ihren autoritären oder totalitären Vorgängersystemen auseinandersetzen verstanden werden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie nach der Überwindung eines diktatorischen Systems mit dessen personellen und materiellen Hinterlassenschaften umgegangen wird. Vergangenheitspolitik basiert somit auf der Interpretation und Deutung von Vergangenheit unter aktuellen politischen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen.

Ziel dieser Sektion ist es, Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit Vergangenheitspolitik zu bieten und vergangenheitspolitische Fragestellungen im politikwissenschaftlichen Diskurs Österreichs zu stärken. Zudem soll die Sektion Vergangenheitspolitik als unkomplizierte Kommunikationsplattform die Vernetzung von Forschenden und den Austausch von Forschungsergebnissen fördern. Interdisziplinarität und eine internationale Ausrichtung des Forschungsrahmens stehen dabei im Zentrum des wissenschaftlichen Selbstverständnisses.

Forschungsschwerpunkte der Sektion Vergangenheitspolitik sind:
  • Theorien und Methoden zur Analyse kollektiven Erinnerns
  • Kollektive Gedächtnisse, Erinnerungs- und Gedenkkulturen
  • Vergangenheitspolitik im internationalen Vergleich
  • Vergangenheitspolitische Forschung und politische Praxis
  • Historisch-politische Bildungsarbeit
  • Forschung und Umgang mit historischen Orten
  • Mediale Repräsentation belasteter Vergangenheit (Filme, Ausstellungen, Online-Medien, usw.)
  • Täter und Verfolgte
  • Institutions- und Bürokratieforschung
  • Nachkriegsjustiz

Die neue Sektion möchte sowohl intern Aktivitäten setzen wie auch nach außen sichtbar sein; etwa mit einem regelmäßigen Panel Vergangenheitspolitik im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Tag der Politikwissenschaft". Die Abhaltung interner Treffen und die Organisation verschiedener wissenschaftlicher Veranstaltungen (beispielsweise Symposien) wird dabei etablierten ForscherInnen ebenso wie DoktoratsstudentInnen und jüngeren KollegInnen die Möglichkeit bieten, ihre Forschungsprojekte und -ergebnisse vorzustellen. Damit soll die Netzwerkfunktion dieser Sektion realisiert und ein Diskussionsforum für die verschiedenen Forschungsthematiken des Feldes Vergangenheitspolitik geboten werden.

Sprecher der Sektion:

Ao. Univ.-Prof. Dr. Mag. Walter Manoschek
Institut für Staatswissenschaft
Universität Wien
Hohenstaufengasse 9/7
1010 Wien
M: walter.manoschek(at)univie.ac.at

Konstantin Ferihumer, MA
M: konstantin.ferihumer(at)uni-ak.ac.at

Nächstes Sektionstreffen

Der nächste Termin wird noch bekannt gegeben.

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