Film-Screening "Pride" mit anschließender Diskussion

Wien - 17. Oktober

Die Forschungsgruppe Geschlecht und Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien lädt zur „Gender Gala", der Semesterauftakt-Veranstaltung, ein.

Zeit: Mittwoch, 17.10.2018, 18.30 Uhr

Ort: Hörsaal 1 (A 212, NIG 2. Stock), Institut für Politikwissenschaft, Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Die Räumlichkeiten sind berollbar. Mit wem Bündnisse eingegangen werden können und gegen was, ist innerhalb der Linken eine heute noch genauso oft gestellte Frage wie vor zwanzig Jahren; das Verhältnis zwischen Queer Theorie, Intersektionalität und Identitätspolitik ein ambivalentes. Im Film "Pride" (2014) wird diese Frage aufgegriffen und durch die Geschichte einer schwul-lesbischen, aktivistischen Gruppe aus London beleuchtet, die 1984 den Streik von walisischen Bergarbeiter_innen unterstützen. Denn die Feindin ist dieselbe: Margaret Thatcher. So treffen Stadt auf Land, Bobo-Kids auf Arbeiter_innen, Homos auf Heteros und Vorurteile auf Solidarität.

Die Forschungsgruppe Geschlecht und Politik am IPW lädt herzlich dazu ein, "Pride" gemeinsam anzusehen und anschließend in gemütlicher Atmosphäre das Verhältnis von Identität und Solidarität zu diskutieren. Die Veranstaltung ist eine Initiative der Forschungsgruppe Geschlecht und Politik am IPW. Für Kino-Snacks und Getränke ist gesorgt, um den Abend ausklingen zu lassen und andere interessierte Studierende (Bachelor, Master, PhD) und Lehrende kennenlernen zu können.

Buchpräsentation: The Politics of Intimacy

Wien – 18. Oktober

Zeit: 18. Oktober, 17:00-19:00

Ort: IHS, Josefstädter Straße 39, 1080 Wien, Salon

Anna Durnová im Gespräch mit Birgit Sauer über Politik der Intimität

Moderiert von: Alexander Lang, Techno-Science & Societal Transformation, IHS Wien

Anlässlich des Erscheinens der Monographie: The Politics of intimacy: Re-thinking the End-of-life Controversy von Anna Durnová, 2018 University of Michigan Press (Configuration series).

Während frühere Analysen der Kontroversen um das Ende des Lebens sich auf ideologische Grundlagen und moralische Argumente konzentrierten, fokussiert das Buch auf die Intimität des Sterbens und offenbart es als den Ort, an dem Politik formuliert, verhandelt und umgesetzt wird. Intimität umfasst die individuelle emotionale Erfahrung mit Lebensende sowie die Art, wie diese von Institutionen anerkannt wird oder nicht. Dieser Prozess der Anerkennung zeigt, dass die Kontroverse am Ende des Lebens auf einer widersprüchlichen Beziehung zwischen dem Individuum und den Institutionen beruht, einer Beziehung, die eigentlich der unbestreitbare Eckpfeiler der westlichen liberalen Demokratien zu sein schien. Die Bewegung in Richtung Intimität ist für die Institution notwendig, aber gleichzeitig problematisch. Durch Interviews mit Trauernden, Stakeholdern und medizinischen Fachkräften, sowie durch ausführliche Untersuchung von Mediendebatten und politischen Regulierung von Lebensende in Frankreich und Tschechien, beschreibt das Buch, wie liberaldemokratische Institutionen die Anerkennung der Intimität wagen und immer wieder scheitern. Das Buch beschreibt diesen dynamischen Widerspruch als die "Politik der Intimität“.

Sprache: deutsch

Birgit Sauer ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien. Sie forscht zu Governance, Gender und Politik der Emotionen. Seit 2008 ist sie Sprecherin des Forschungsschwerpunkts Gender and Transformation an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien. 2015 erhielt sie den österreichischen Staatspreis für Frauen- und Geschlechterforschung – Käthe Leichter-Staatspreis, 2017 den Wissenschaftspreis der Margaritha Lupac-Stiftung für Parlamentarismus Demokratie des Österreichischen Parlaments.

Anna Durnová ist Senior Researcher in der Forschungsgruppe Techno-Science & Societal Transformation am Institut für Höhere Studien Wien und Faculty Fellow Yale University Center for Cultural Sociology. Sie forscht zu Gesundheit, Wissenspraktiken und Emotion und strebt dabei nach einem neuen Verständnis von politischen Institutionen und Policy Design. Sie ist Mitherausgeberin von dem Handbuch Critical Policy Studies und Forum Editorin von der Fachzeitschrift Critical Policy Studies. 2014 erhielt sie den MIA Award (Kategorie Wissenschaft und Forschung).

Alexander Lang ist Researcher in der Forschungsgruppe Techno-Science & Societal Transformation am Institut für Höhere Studien (Wien). Sein Forschungsfokus liegt auf der gesellschaftlichen Einbettung, Regulierung und den vielfältigen Auswirkungen von Technologien. Ihn interessiert dabei insbesondere die Rolle von Wissen in Bezug auf die Haltungen und Praktiken rund um neue Technologien. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem Lebensende und damit verbundenen Themen wie Pflege, Sterben, Tod oder Erben.

Um Anmeldung wird gebeten unter event(at)ihs.ac.at

Buchpräsentation: Bilateral Diplomacy and EU Membership - Case Study on Austria

Wien - 18. Oktober

Buchpräsentation: Bilateral Diplomacy and EU Membership - Case Study on Austria

Zeit: 18. Oktober, 18 Uhr

Ort: Diplomatische Akademie Wien, Favoritenstraße 15A, 1040 Wien

Das Buch widmet sich der Frage, wie die Mitgliedschaft in der EU nationalstaatliche bilaterale Diplomatie beeinflusst und verändert. Die Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung zeigen das Wesen dieses Einflusses und seine Auswirkungen anhand von Entwicklungen in Österreich nach 20 Jahren EU-Mitgliedschaft. Dabei steht das klassischste Element nationalstaatlicher bilateraler Diplomatie im Zentrum: das Außenministerium und sein diplomatischer Dienst. Die Studie basiert auf neo-institutionalistischen und organisationsanalytischen Ansätzen. Untersucht wurden Veränderungen und Anpassungen in Strukturen, Aufgaben und Prozessen sowie im Berufsbild und der professionellen Identität von Diplomatinnen und Diplomaten. Dabei wurden zwei Untersuchungsstränge, bilaterale Diplomatie innerhalb der EU und außerhalb der EU, gesondert betrachtet.

Link zur Veranstaltung: LINK

Die neuen Generalsekretäre der Bundesministerien: Paradigmenwechsel im Verhältnis von Recht und Politik?

Wien - 23. Oktober

Zeit: 23. Oktober, 17-18:30  (es wird um pünktliches Erscheinen gebeten, da das Gebäude gemeinsam betreten werden muss)

Ort: Reichsratstraße 1 (hinter dem historischen Parlamentsgebäude), Bürogebäude des Parlaments

Eine Verstaltung der ÖGPW Sektion Politik und Verwaltung

Mit der neuen Bundesregierung wurde in jedem Bundesministerium die Funktion des Generalsekretärs eingeführt. Die gesetzlichen Grundlagen sind knapp gehalten und lassen weitgehend offen, wie sich der Generalsekretär in das bestehende Organisationsmodell einfügt. Während in den Diskussionen bis 2018 vor allem der Managementaspekt von Generalsekretären diskutiert wurde, stellen sich jetzt Fragen nach politischen Beamten und einer Scharnierfunktion (des immer öfter als problematisch bewertenden Verhältnisses) zwischen politischer Führung und Verwaltungsorganisation.

Impulsvortrag:

DI Josef Plank, Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus

Kommentar:

a.o.Univ.Prof. Wolfgang Gratz, Universität Wien, FH Campus Wien

Reforming the EU’s Migration Policy. Debating perspectives from beyond the EU’s borders

Wien – 30. Oktober

Zeit: 30. Oktober, 17 Uhr

Ort: Aula im Hof 1, Tür 11 am Campus/Altes AKH

Eine Veranstaltung der ÖGPW Sektion Europaforschung „Reforming the EU’s Migration Policy. Debating perspectives from beyond the EU’s borders” Vortrag von Tamirace Fakhoury (Lebanese American University)

Weitere Informationen: LINK

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