Gemeinsame podiumsdiskussion & tagung der Sektion „Politik und Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) und der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) – 23. bis 25. April 2009 in Wien.
Die Transformationsprozesse des gegenwärtigen Kapitalismus haben ein verstärktes Interesse an Kapitalismustheorien hervorgerufen. Die Evolution unterschiedlicher Theorieentwürfe verläuft mitunter erstaunlich isoliert, Gesprächsbrücken zwischen Theorietraditionen sind rar – obwohl die Theorien oftmals die selben Gegenstände behandeln, nach Lösung paralleler Probleme streben und sich gegenseitig befruchten könnten. Beispielhaft seien Theorien mit Ursprung in der Internationalen Politischen Ökonomie (z.B.: Neo-Gramscianismus) und mit Ursprung in der Vergleichenden Politischen Ökonomie (z.B.: Varieties of Capitalism) genannt: Während erstere nationale politische Ökonomien nicht mehr isoliert voneinander untersuchen, sondern den internationalen Kontext, in den diese eingebunden sind, berücksichtigen, haben zweitere die Einsicht in die unterschiedlichen Funktionslogiken nationaler Spielarten des Kapitalismus in ihr Theoriegebäude integriert. Auf der tagung & podiumsdiskussion möchten wir unterschiedliche Theoriestränge, die sich mit dem Wandel des Verhältnisses von Politik, Ökonomie und Gesellschaft beschäftigen, miteinander in Dialog setzen.

