Visuelle Politik

Über die Sektion

Zentrales Thema der Sektion ist die visuelle Dimension des Politischen und politischer Prozesse. Visualität kann als wichtige Ressource politischen Handelns angesehen werden. Die Wahrnehmung von Bildern folgt einer eigenen, assoziativen Logik. Bilder können daher auch etwas sichtbar werden lassen, was sprachlich nicht vermittelt werden kann. Visuelle Politik sieht vor diesem Hintergrund visuelle Phänomene als Forschungsgegenstand. Bilder werden als Quellen und Analysegegenstand, und nicht nur als Illustration eines Textes betrachtet. Im Zentrum bildwissenschaftlicher Analysen stehen Bildmotive, Bildinhalte, deren symbolische Bedeutungen, sowie Produktions- und Rezeptionskontexte. Visuelle Politik beschäftigt sich mit der politischen Kontextualisierung von Bildern, mit der Herstellung von Bildern zu politischen Zwecken, mit bildstrategischem Handeln, mit Fragen nach öffentlichen Sichtbarkeiten bzw. Unsichtbarkeiten und deren Verweiszusammenhängen mit politischen Machtkonstellationen. Die Sektion „Visuelle Politik” beabsichtigt eine intensivere Auseinandersetzung mit visuellen Phänomenen im Rahmen politikwissenschaftlicher Forschungsdesigns und die Förderung visueller Kompetenz in der Politikwissenschaft, die einen innovativen Zugang zu politikwissenschaftlichen Fragestellungen ermöglicht. Ziel der Sektionsarbeit ist auch die Vernetzung von Politologinnen und Politikwissenschaftsstudierenden (insbesondere MA Studierenden und Praedocs) aus allen Universitätsstandorten, die im Themenbereich Visuelle Politik arbeiten.

Forschungsschwerpunkte

• Politische Kontextualisierung und Politisierung von Bildern

• Visuelle Herstellung und Darstellung von Politik - Strategisches Bildhandeln

• Visuelle politische Kommunikation, wie z.B. visuelle Wahlkampfkommunikation

• Vermittlung von Politik über traditionelle Bildmedien und Social Media • Imagekonstruktionen politischer Akteur*innen

• Visuelle Methoden in der Politikwissenschaft

• Visuelle Ideengeschichte

Visuelle Politik ist als Forschungsschwerpunkt am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien verankert. Derzeit werden die Drittmittelprojekte „The Austrian Presidential Elections 2016: A Case Study in Visual Political Storytelling“ (Förderung durch Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank, visualstorytelling.univie.ac.at) sowie „Gedenkjahr 2018.

Vergangenheit im Fokus politischer und öffentlicher Kommunikation“ (Förderung durch BKA und Nationalfonds der Republik Österreich) durchgeführt. Lehrveranstaltungen zu visueller Politik auf BA, MA und PhD Level werden kontinuierlich angeboten, zahlreiche Masterarbeiten sind bereits abgeschlossen und weitere Masterarbeiten sowie Dissertationen werden betreut. Die Sektion steht in enger Verbindung mit dem disziplinübergreifenden Forschungsschwerpunkt Visual Studies (https://visualstudies.univie.ac.at/) an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien.

Tätigkeitsbericht 2018

Tätigkeitsbericht 2017

Sprecherinnen

• PDin Maga Drin Karin Liebhart (karin.liebhart[at]univie.ac.at)

• Maga Drin Petra Bernhardt (petra.bernhardt[at]univie.ac.at)

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